16 März 2011












Miami ging mit dem unerschütterlichen Selbstvertrauen von 3 Siegen in Folge in die Mittwochspartie gegen die jungen Oklahoma City Thunder. Wen interessiert schon eine 4-6 Bilanz in den letzten 10, wenn man zwei der fünf besten Spieler des Universums (und den Dino) im Team hat ? Alles cool in South Beach. Die Heat, frenetisch nach vorne gepeitscht vom zweifellos untalentiertesten Hallensprecher in der Geschichte der NBA, gingen und blieben zunächst in Führung dank Lebron James, der 7 schnelle Punkte auf die Anzeigetafel klatschte. Chris Bosh hatte in Halbzeit eins durchschlagenden Erfolg mit seinen Dribblings zum Korb und setzte auch seinen zonenallergischen Jumpshot erfolgreich. Insgesamt kam RuPaul auf 21 Punkte und 11 Rebounds. Dwyane Wade leitete einen von zwei erfolgreichen Miami-Comebacks ein mit einem sensationellen und monunentalen Spinmove-into-Kendrick-Perkins'-face-Slam-Dunk. Der Gastgeber rückte durch einen 13-2 Lauf vor der Pause bis auf einen Punkt heran.


Die Defensive der Heat war einmal mehr beeindruckend. Die Donnerbalken aus dem mittleren Westen versenkten nur 39% ihrer Wurfversuche. Russell Westbrook allein wurde zu 6 Ballverlusten gezwungen, und Scoring-Maschine Kendrick Perkins erzielte mickrige 4 Zähler. Obwohl OKC im dritten Abschnitt leicht davon zog, liess sich der kommende 8-fache NBA-Champion nicht irritieren und spielte weiter munter seine XBOX-Offensive herunter. Dass kein Heat-Akteur mehr als 3 Vorlagen verbuchte, war Teil der Taktik von Erik Spoelstra's Team, den Rückstand bis zum Ende auf 5 oder weniger Punkte zu verringern. Immerhin zählt die Crunchtime zu Miami's Stärken, was 5 Siege mit 5 oder weniger Punkten (bei läppischen 13 Niederlagen) eindrucksvoll beweisen.

Fast hätte es gereicht zum eingeplanten W gegen hinter den Ohren nicht mehr ganz so grüne Prestis. Dummerweise führte Kevin Durant (29 Pts, 7 Reb, 6 Ast) den König ohne Krone und Ring vor wie Chris Bosh die neueste Sommerkollektion von 'Jilsander pour femme'. Oklahoma City griff sich mehr als jeden 3. Rebound unter Miami's Körben, liess den Ball mit 21 Assists hervorragend laufen und verpasste den Heat in der Defensive mehrere Dosen ihrer eigenen Medizin (nur 38% FG-Quote). Am Ende hiess es in einer halbleeren Halle 96-85.

Alles jedoch nicht weiter schlimm für die South Beach Siths, die sich erst noch einspielen müssen und nun gegen die Top-4 jeder Conference (Boston, Chicago, Orlando, LA, San Antonio, Dallas, OKC) mit 6-12 durchaus respektabel da stehen - für ein mittelmässiges Playoff-Team, das sich in Runde 2 verabschieden wird. Die harten Brocken im Spielplan sind nun fast alle vorbei. Da man in den restlichen 14 Partien nur noch 4 mal auf +.510 Teams trifft, kann man sich nun wieder auf die wirklich wichtigen Dinge des Profilebens konzentrieren: Minnesota, Washington und Cleveland verkloppen, mit den Homies chillen und Spass haben.