30 März 2011



Nein, keine Dysostose, auch keine überaus flexible Gibbon-Hand oder ein fauler Zaubertrick. Das ist lediglich die linke Hand von Mavericks-Forward Shawn Marion. Der hat sich schon dermassen oft den kleinen Finger an seiner 'Freiwurf-Stützhand' verstaucht oder das Gelenk ausgekugelt, dass er es mittlerweile nicht einmal mehr für notwendig hält, etwas gegen die - sagen wir mal 'dezente' - Fehlstellung seines Digitus zu tun. Zuletzt bekam er vor einigen Wochen einen Schlag auf die Hand, wie schon unzählige Male zuvor. Seine Kapseln schwollen einmal mehr bis auf die Grösse einer Kokosnuss an. Marion, während er seinen Matrix-Finger zur Demonstration wie einen zappelnden Wurm hin und her zwingt: "Kein Problem. Es stört mich nicht. Ich will ja kein Hand-Model werden. Es tut eigentlich nicht mal wirklich weh. Eigentlich."

Ob er denn den Finger nicht reparieren lassen will, in dieser Saison oder in der Sommerpause ? "Nein. Wozu ?" Ist vielleicht auch besser so. So weiss Marion immer, wo 10 Uhr ist. Er kann nach Belieben seine Mitspieler und Teambesitzer ärgern und ihnen beim Anblick seiner Hand wie auf Knopfdruck Bauchschmerzen zufügen. Aber vor allem fehlen ihm nur noch ganz wenige Schläge und/oder Verstauchungen, bis er endlich sein grösstes Ziel erreicht hat: den kleinen Finger komplett umbiegen zu können, quasi auf 6 Uhr Ortszeit.

Du schaffst das schon, Shawn ! Nur hoffentlich bekommt Stu Jackson davon nichts mit. Sonst gibt's ne Playoff-Sperre wegen illegaler Gang-Zeichen...