31 März 2011



Vier allseits bekannte NBA-Grössen wurden heute von der Liga als Kandidaten für den 'J. Walter Kennedy Citizenship Award' vorgeschlagen: Dwight Howard, Marcus Camby, Kyle Korver und Ron Artest. Der Wohltätigkeitspreis wird Jahr für Jahr an denjenigen Akteur vergeben, der "herausragendes Engagement und Einsatzbereitschaft für seine Gemeinde zeigt". Benannt wurde der Award nach James Walter Kennedy, dem Commissioner der NBA von 1963 bis 1975, der sich neben seiner Rolle als Präsident zusätzlich auch noch für vielerlei soziale Anliegen einsetzte.

Kyle Korver, Shooting Guard der Chicago Bulls, gründete bereits während seiner Zeit bei den Philadelphia 76ers die Kyle Korver Foundation, eine Bürgerrechtsinitiative, die sich hauptsächlich um unterpriviligierte Kinder und Bedürftige auf der Strasse kümmert. Bei jedem seiner bisherigen Karrierestops - College in Nebraska, in Utah und jetzt Chicago - eröffnete Korver weitere Filialen seiner Stiftung, die den gesellschaftlich Benachteiligten durch Schul-, Sport- und Erziehungsangebote positive Möglichkeiten eröffnen sollen. MVP- und Defensive Player of the Year-Kandidat Dwight Howard engagiert sich schon lange für karitative Zwecke und eröffnete in diesem Jahr seine D12 Foundation. Diese will in Zukunft eng mit Kinderorganisationen auf der ganzen Welt zusammenarbeiten und Programme entwickeln, die nachhaltige Veränderung in den Lebensgewohnheiten der Kids bewirken - sei es eine sportive Lebensweise, Zusammenhalt, Toleranz oder eine hohe Bedeutung von Bildung und Erziehung.

Marcus Camby
, Center der Portland Trail Blazers, etablierte bereits 1996 als Rookie seine 'Cambyland Youth Foundation', die er mittlerweile mit Aussenposten in New York, Toronto, Los Angeles und Denver betreibt. Obwohl Camby schon immer etwas unter dem Radar operiert, gilt er für viele als einer der großzügigsten NBA-Spieler überhaupt und soll hier wohl für sein Lebenswerk geehrt werden. Seine gemeinnützige Institution, die keinerlei finanzielle Interessen verfolgt, arbeitet eng mit Schulen, Bibliotheken und den Gemeinden zusammen, um Kinder und Jugendliche in ihrer positiven Entwicklung zu unterstützen. Die bemerkenswerteste Nominierung ist sicherlich die des ehemaligen Bad Boys Ron Artest, der sein ehemaliges Quennsbridge Gangster-Image in den letzten zwei Jahren vollständig gewandelt hat. Artest, einst für seine Aggressionen, Wutausbrüche und das 'Malice at the Palace' berüchtigt, kassierte damals die bis heute längste Spielsperre der Liga-Geschichte. Heute, knapp 7 Jahre später, gilt der Lakers-Forward als prominentester Pate für Geisteskrankheiten und versucht permanent, das öffentliche Bewusstsein für diese eigentlich stinknormale Maladie zu sensibilisieren. So sammelte er in einer beispiellosen Tombola-Aktion für seinen Meisterschaftsring knapp 700000 US-Dollar, die er komplett an verschiedene Wohltätigkeitsorganisationen spendete. Ausserdem setzt sich Artest vehement für die Einbeziehung von 'Kursen für psychische und seelische Gesundheit' in Schulen ein und arbeitet dafür mit kalifornischen Politikern zusammen.

Die letzten 5 Gewinner des Awards: Samuel Dalembert ('10), Dikembe Mutombo ('09), Chauncey Billups ('08), Steve Nash ('07), Kevin Garnett ('06).