14 März 2011












Dass man die ligaanführenden San Antonio Spurs (plus 6 Siege) nicht mehr einholen können wird in den Standings, damit hat man sich in LA-LA Land schon abgefunden. Was aber die anderen Teams betrifft, so scheint der amtierende Champion durchaus entschlossen, sowohl Boston als auch Chicago und Dallas noch übertrumpfen zu wollen in den restlichen knapp 15 Duellen der regulären Saison. Los Angeles dominierte in der zweiten Hälfte einen zuvor ebenbürtigen Gegner aus Orlando und gewann letztendlich zum 10. mal in 11 Partien seit der All-Star Pause. Zu behaupten, der Lakers-Motor käme knapp einen Monat vor den Playoffs so langsam auf Touren, wäre nach Siegen gegen San Antonio, Dallas, Oklahoma City und Atlanta wohl adäquat.

Die Magischen aus dem Sonnenstaat führten in Halbzeit eins noch durchgehend. Angeführt von Dwight Howard und Ryan Anderson und gewohnt treffsicher aus der Distanz war der Gast drauf und dran, eine Riesen-Führung auszubauen. Lakers-Center Andrew Bynum (Career High 18 Rebounds) hielt aber vehement dagegen und lieferte sich mit D12 den ganzen Abend lang eine unterhaltsame Low-Post Schlacht. Der 23-jährige mit den krächzenden Knien kommt nach enttäuschender erster Saisonhälfte immer besser in Schwung und darf getrost als Barometer für die Three-Peat Hoffnungen der Lila-Gelben gewertet werden. Ohne Bynum sind die Lakers lediglich sehr gut. Mit Bynum in der Lineup ist LA in einer Playoff-Serie nicht zu knacken.
Inspiriert von ihrem jungen Teamkollegen und dessen 11 Rebounds, 6 Punkten und 3 Blocks im ersten Viertel spielte sich die Truppe von Phil Jackson in die Partie zurück und machte nach dem Seitenwechsel mit den Magic kurzen Prozess. Der Gastgeber dominierte die letzten beiden Abschnitte dank starker Defense 56 zu 38, auch ohne einen alles andere als überzeugenden Kobe Bryant (nur 7-19 aus dem Feld). Der hatte aber seine beste Tat des Abends schon allein dadurch vollbracht, dass er nach der Sprunggelenksverletzung gegen die Mavericks überhaupt aufgelaufen war.

Am Ende war der Klassenunterschied recht deutlich zwischen Orlando, dass nach wie vor zwischen 'sehr gut' und 'mittelmässig' fluktuiert und dem Back-to-Back Meister Los Angeles, der mit den Feinjustierungen begonnen hat und trotz des schwierigsten Spielplanabschnitts der Saison einen überzeugenden Sieg nach dem anderen abliefert.