31 März 2010

'Beast in the Paint'


Nach jeder Trainingseinheit und jedem Shootaround bleibt Dwight Howard länger, um mit dem Assistenztrainer der Magic, Patrick Ewing, an seinem Wurf und seinen Offensivmoves zu arbeiten. Der Mehraufwand scheint sich vermehrt auszuzahlen, denn 'Superman' präsentiert sich seit seinem Durchhänger im Winter stark verbessert.

Noch Mitte Januar steckten die Magic und vor allem Howard in ernsten Schwierigkeiten, es lief nicht viel zusammen für den amtierenden Vize-Meister. Orlando hatte gerade in LA bei den Lakers verloren, und viele Experten machten vor allen Dingen Howard für die Misere verantwortlich. Dabei hatte das Magic-Tief mehr mit der Spielweise damals zu tun - haufenweise Dreier ballern, 15 Würfe pro Partie für Rollenspieler wie Ryan Anderson, und weniger als 4 Ballkontakte pro
Viertel für den Franchise-Center. Howard forderte vehement, in Zukunft mehr in die Offensive eingebunden zu werden. Der Ball kam, und siehe da: seit dem 20. Januar hat Orlando 26 seiner 33 Partien gewonnen, das entspricht einer sensationellen Quote von 79 Prozent. Hauptverantwortlich für den Aufschwung: Mr. Howard höchstpersönlich. Neben den gewohnt dominanten Defensivstatistiken (knapp 14 Rebounds und 3 Blocks im Schnitt) zeigt sich Nr. 12 auch im Angriff von seiner besten Seite, punktet so konstant wie noch nie zuvor in seiner Karriere (20.6 Pts).

Neben immer effektiveren Low-Post Moves hat Howard gelernt, aus dem Double Team schnell und sicher heraus zu passen. Seine einst unterirdische Freiwurfquote hat sich ebenso verbessert (Trefferquote im Februar: 68 Prozent), und sogar ein Sprungwurf aus der Halbdistanz taucht mittlerweile immer mal wieder in seinem Repertoire auf. Kevin McHale, Legende der Boston Celitcs und der wohl beste Post-Spieler aller Zeiten, zeigte sich sehr angetan von Howard's Lernzuwachs in dieser Saison: "Er lässt das Spiel mehr auf sich zukommen und spielt entspannter. Basketball ist ein Spiel, das man erfühlen muss - man kann nicht mit der Brechstange agieren. Howard spielt viel effizienter und entschlossener, und die Ergebisse beweisen das eindrucksvoll", so McHale. Auch Orlando's Coach, Stan van Gundy, lobte seinen Center und attestierte ihm gestiegenes Selbstvertrauen und mehr Geduld im Angriffsspiel: "Er hat sein Repertoire an Moves stetig verbessert, ich denke das wird er auch weiterhin tun. Er lässt sich jetzt mehr Zeit in der Offense, und wenn er das tut, wenn er geduldig bleibt und nichts erzwingt, dann werden wir mit ihm noch Großes erreichen können". ESPN-Experte Jon Barry schlägt in die gleiche Kerbe: "Ich sehe rechte Hakenwürfe, ich sehe linke Hakenwürfe, sogar einen Sprungwurf von Zeit zu Zeit. Wenn er den perfektioniert, wenn der öfters kommt, dann wird Howard nicht zu stoppen sein", verspricht Barry.

Während D12, bescheiden und kleinlaut wie eh und jeh, keine Veränderung feststellen will, sehen Experten in seinem gestiegen Offensivdrang den Schlüssel zu Orlandos Titelhoffnungen in dieser Saison und darüber hinaus. Gerade in den Playoffs ist eine gesunde Balance zwischen Inside-Game und effektivem Perimeter-Spiel ausschlaggebend. Mit einem starken und entschlossenen Howard als Offensivmotor ist für die Magic alles möglich.


1 Kommentare:

Boomshakalaka


Obwohl eigentlich das komplette Gegenteil eines Spielejunkies und Konsolenfreaks, erwischte mich doch Anfang der 90er Jahre ein ganz bestimmtes Videospiel mit voller Wucht: NBA JAM. Der Titel aus dem Hause Midway revolunierte für immer die Art und Weise, wie Sportspiele in Zukunft konzipiert wurden. Die erstmals von der NBA erteilten Original-Lizenzen für Team- und Spielernamen sowie das völlig übertriebene und absolut unrealistische Gameplay machten NBA JAM zum besten Sportspiel aller Zeiten. Alle waren süchtig, verprassten Hunderte von Geldmünzen in Spielhallen oder versumpften ganze Wochenenden vor dem Super NES.

EA Sports gab jetzt bekannt, dass der 'Urgroßvater aller Arcade-Games' neu aufgesetzt und im Herbst exklusiv für Nintendo Wii erscheinen wird. Im Gegensatz zur Originalversion werden drei Spieler pro NBA-Team programmiert - wer genau, das hält EA Sports noch geheim. Jeweils sechs Spieler standen pro Team zur Wahl. Wer sollte für die entsprechenden Teams auflaufen ? Hier die Vorschläge des nbachefs (inklusive versteckter Persönlichkeiten wie in der 93er Version)



ATL - Joe Johnson, Josh Smith, Crawford (Dominique Wilkins)
BOS - Garnett, Rondo, Pierce (Larry Bird)
CHA - Stephen Jackson, Gerald Wallace, Felton (Michael Jordan)
CHI - Rose, Deng, Noah (Benny the Bull)
CLE - Lebron, Shaq, Jamison (Larry Nance)
DAL - Dirk, Marion, Kidd (Mark Cuban)
DEN - Melo, Billups, Kenyon Martin (Alex English)
DET - Stuckey, Gordon, Prince (Dennis Rodman)
GSW - Curry, Monta Ellis, Anthony Randolph (Wilt Chamberlain)
HOU - Yao, Brooks, Kevin Martin (Hakeem Olajuwon)
IND - Granger, Murphy, Hibbert (Reggie Miller)
LAC - Baron Davis, Griffin, Kaman (Randy Smith)
LAL - Kobe, Pau Gasol, Odom (Magic Johnson)
MEM - Zach Randolph, Mayo, Gay (Elvis Presley)
MIA - Wade, O'Neal, Beasley (Pat Riley)
MIL - Jennings, Bogut, Salmons (Oscar Robertson)
MIN - Al Jefferson, Flynn, Corey Brewer (Ricky Rubio)
NJ - Brook Lopez, Harris, Courtney Lee (Drazen Petrovic)
NOH - Paul, West, Thornton (Muggsy Bogues)
NYK - Lee, Gallinari, McGrady (Statue of Liberty)
OKC - Durant, Westbrook, Green (Shawn Kemp)
ORL - Howard, Vince Carter, Jameer Nelson (Mickey Mouse)
PHI - Iguodala, Brand, Iverson (Julius Erving)
PHX - Nash, Amare, Jason Richardson (Charles Barkley)
POR - Roy, Aldridge, Oden (Clyde Drexler)
SAC - Evans, Landry, Udrih (Arnold Schwarzenegger)
SAN - Ginobili, Duncan, Parker (David Robinson)
TOR - Bosh, Turkoglu, Bargnani (Damon Stoudemire)
UTA - Deron Williams, Boozer, Okur (Frank Layden)
WAS - Arenas, Blatche, Mike Miller (Barack Obama)

0 Kommentare:

30 März 2010

Draft Spotlight: Greg Monroe


Georgetown's Center Greg Monroe hat sich in seiner zweiten College-Saison enorm verbessert und immer weiter nach oben gespielt - im Sommer wird der 'Early Entry' Kandidat als sicherer Top10-Pick die Früchte seiner harten Arbeit ernten. Monroe ist ein ganz besonderer Spielertyp, rar und deshalb heiß begehrt. Trotz einer Größe von 2,11 Meter ist der Bursche aus New Orleans flink auf den Beinen, beweglich und zudem mit dem Spielverständnis eines Point Guards ausgestattet. Seine Qualitäten als Passgeber sind in diesem Draft-Jahrgang unerreicht (knapp 4 Assists im Schnitt), und Monroe wird quasi von Beginn seiner Profikarriere an zu den besten Vorlagengebern auf der Center-Position zählen. Mit seinen Qualitäten im Rebounding sowie als verlässliche zweite Scoring-Option, vor allem aber wegen seiner Länge und seinem überdurchschnittlich guten Spielverständnis erinnert Monroe an Lamar Odom, den Power Forward von den LA Lakers.


10 - Greg Monroe

Jahrgang: 1990
College: Georgetown Hoyas (Sophomore)
Größe/Gewicht: 2,11m/113 kg
Position: PF/C
Stats: 16.1 Pts, 9.6 Reb, 3.8 Ast, 1.5 Blk
Stärken: Linkshänder, extrem vielseitiger Big Man, hervorragender Passgeber, 'Point Forward', hoher IQ/Spielverständnis, aktiver Rebounder, Face-Up Game
Schwächen: Turnovers, unathletisch, kein Killerinstinkt, rechte Hand existiert nicht, Post-Moves absolute Mangelware
Best Case Vergleich: Lamar Odom




Wie auch Odom ist auch Monroe Linkshänder und stellt die Gegner allein dadurch vor große Probleme. Im Face-Up-Game, also dem Spiel mit Blick zum Korb, verfügt der Noch-Hoya über ein bunt gemischtes Arsenal an Moves, die überraschend effektiv sind. Er ist ständig in Bewegung und arbeitet hervorragend beim Rebound. Dennoch fehlen ihm die nötigen Pfunde, um auf Dauer im Low-Post zu bestehen. Auch seine Präsenz auf dem Platz lässt öfter zu wünschen übrig, der Killer-Instinkt ist nicht vorhanden. Direkt am Brett fehlen dem ehemaligen 'Big East Rookie des Jahres' die Grundlagen, und es sieht nicht so aus, als würde der 19-Jährige jemals ein dominierender NBA-Center werden. Muss er aber auch nicht. Monroe sollte weiter an seinem Wurf aus der Mitteldistanz arbeiten. Zusammen mit seinen Qualitäten als Passgeber könnte er in einer Perimeter-orientierten Mannschaft, die gerne das Tempo mal anzieht, zu einem effektiven und vielseitigen Profispieler heranreifen.


Prognose: Top10 Pick !




1 Kommentare:

29 März 2010

Outside the Lines: Antoine Walker


Wie bereits vor ein paar Monaten durchsickerte, steckt der ehemalige All-Star Forward Antoine Walker in ernsten privaten Schwierigkeiten. Ein ESPN-Bericht enthüllte jetzt weitere pikante Details. Demnach hat Walker tatsächlich das Kunststück fertig gebracht, sein gesamtes Vermögen zu verprassen. Als Spieler verdiente er in 13 Saisons mehr als 110 Millionen Dollar - Werbeeinnahmen nicht mitgerechnet. Einst für sein ausschweifendes Luxusleben bekannt und ständig von seiner eigenen Posse umgeben, liebte Walker das Extravagante. Sein Fuhrpark war voll mit Bentleys und teuren Mercedes, seine maßgefertigten Cashmiranzüge gingen in die Tausende, und für seine Mutter ließ der Ex-NBA-Champion (Miami 2006) ein Haus mit 10 Badezimmern und einem Indoor-Basketball-Platz erbauen. Walker war stets großzügig, versorgte seine komplette Familie, Freunde und Bekannte, spendete an Wohltätigkeitsorganisationen oder übernahm oft die Essensrechnung fürs komplette Team samt Trainerstab, als er noch in Boston spielte. Ausgerechnet Michael Jordan weckte in ihm die Lust an Glücksspielen - eine Sucht, die ihn später große Teile seines Vermögens kosten sollte. Schlechte Investitionen in Immobilien in seiner Heimatstadt Chicago verschärften die Krise. Heute stehen mehrere Gerichtsverhandlungen gegen Walker als Vermieter an, es liegen unzählige Klagen wegen Scheckbetrug und nicht bezahlter Rechnungen vor. Von überall tauchen ehemalige Weggefährten auf, die ebenfalls ihr Geld einfordern - für Walker ein Fass ohne Boden. Wie der heute 33-jährige als Spieler bei den Guyanabo Mets in Puerto Rico versucht, wieder auf die Beine zu kommen und seine Liquidität zu wahren, zeigt dieser rund zehnminütige Kurzfilm, der eine ganz zentrale Message hat: passt auf Eure Piepen auf !




0 Kommentare:

Playoff Matchup Matrix


In den NBA-Playoffs kommt's vor allem anderen auf die Matchups an. Bestimmte Mannschaften scheinen manchen Teams sehr zu liegen, mit anderen wiederum kommen sie gar nicht zurecht - da spielt auch die kumulative Bilanz oder die Platzierung in der Conference keine Rolle. Da nur noch knapp zwei Wochen in der regulären Saison zu absolvieren sind, und gerade in den letzten Tagen vor den Playoffs eventuelle Tiebreaker und Saisonbilanzen gegen direkte Konkurrenten ausschlaggebend werden, hier die sogenannte Playoff-Matrix, also die jeweilige Heads-Up Bilanz aller (potentiellen) Teams gegeneinander.

Wie man sieht, könnten etwa die Cavaliers massive Probleme gegen Charlotte bekommen. Boston hat keine Antwort für die Hawks, die ihrerseits mit Miami große Schwierigkeiten haben. Utah hofft im Westen, nicht auf Oklahoma City zu treffen, während die Blazers mit den Dallas Mavericks bisher Katz und Maus spielten. (Stand: 30.3.2010)



EASTERN CONFERENCE
















WESTERN CONFERENCE




0 Kommentare:

28 März 2010

NCAA: Sweet 16/Elite 8




Der NCAA-Wahnsinn ging weiter an diesem verrückten Wochenende. In vier Städten wurden die Achtel- und Viertelfinals der College-Meisterschaft ausgespielt. So gut wie alle ernsten Titelanwärter blieben dabei auf der Strecke, obwohl die Stars des Turniers ihren Erwartungen mehr oder weniger gerecht wurden. Der Trend aber ging klar zu teamorientiertem Basketball und harter Verteidigung.


SWEET 16
----------------


Im Mittleren Westen fand die Traumsaison der Northern Iowa Panthers ein jähes Ende gegen die erfahreneren Michigan State Panthers. Beim 59-52 nahm das ehemalige Team von Magic Johnson den Starschützen der Panthers, Ali Farokhmanesh, gut aus dem Spiel, und dominierte nach dem Seitenwechsel die Partie dank seines pfeilschnellen Guards Durrell Summers (19 Punkte). UNI erzielte in den letzten knapp elf Minuten keinen einzigen Treffer mehr aus dem Feld. Im anderen Achtelfinale kegelten die Underdogs Tennessee Volunteers dank Wayne Chism (22 Pts, 11 Rebs) den großen Favoriten Ohio State aus dem Turnier (76-73). Zwar erzielte deren Superstar Evan Turner 31 Punkte, wurde aber in der zweiten Hälfte vom Defensiv-Ass der Vols, JP Prince hervorragend verteidigt. Von den anderen Buckeyes kam nicht sonderlich viel, vor allem Jon Diebler war ein Totalausfall.
Im Osten setzte sich West Virginia gegen die Washington Huskies mit 69-56 durch. In einem grausamen Spiel mit insgesamt 44 Ballverlusten waren die Mountaineers das weniger grausame. Währenddessen setzten die Kentucky Wildcats ihren Triumphzug Richtung Final Four zunächst fort und machten mit Cornell kurzen Prozess. Obwohl die Big Red nach wenigen Minuten 10-2 führten, scorten die Wildkatzen 30 der nächsten 36 Punkte bis zur Halbzeit. Am Ende hieß es 62-45 für John Wall, DeMarcus Cousins & co.
In der westlichen Region schockten die Butler Bulldogs einen weiteren Hochkaräter - für die hoch gelobten Syracuse Orangemen war die Party schon am Donnerstag beendet. Die Bulldogs erzielten 11 Punkte in Serie, und das in der entscheidenden Phase kurz vor Schluß. Gordon Hayward (17 Pts) war der Matchwinner beim knappen 63-59 in einem heiß umkämpften Spiel. Das Match der Woche aber stieg in Utah, wo sich die Kansas State Wildcats in einem wahnsinnigen Hin-und-Her gegen die Musketeers nach zwei Verlängerungen durchsetzten. Jacob Pullen war mit 28 Punkten (6 Dreier) der Mann des Tages und schleppte die Wildcats zum Sieg mit irren Würfen, wann immer es eng wurde.
Duke hatte im Süden keine Mühe mit den Purdue Boilermakers, setzte sich leicht 70-57 durch und erreichte zum ersten Mal seit 2004 die Runde der letzten Acht. Dort landeten auch die Baylor Bears nach ihrem überzeugenden 72-49 Erfolg über die bisherige Aschenputtel-Mannschaft des Turniers, St. Mary's. Baylor's Guards LaceDarius Dunn (23 Pts) und Tweety Carter (14) waren die besten Schützen bei den Bears.


ELITE 8
--------------

Michigan State Spartans vs. Tennessee Volunteers (70-69) MSU Coach Tom Izzo setzte seine März-Dominanz fort und zog mit seinem Team zum sechsten Mal in nur 12 Jahren ins Final Four ein. Izzo's Bilanz in Regional Finals liegt nun bei 6-1 Siegen. Die Spartans schafften das Kunststück wieder mal mit ihren Paradetugenden: harte Defense und Reboundarbeit. Star-Guard Durrell Summers war erneut bester Spartan mit 21 Punkten (8 von 10 aus dem Feld). Raymar Morgan traf den entscheidenden Freiwurf zum 70-69, bevor die Vols mit dem Schlusspfiff einen Verzweiflungsversuch von der Mittellinie vergaben.


Kentucky Wildcats vs. West Virginia Mountaineers (66-73) In einem Turnier voller sensationeller Upsets war der Erfolg der Mountaineers über die hoch favorisierten Wildcats noch sensationeller. Kentucky's extrem junge Mannschaft vergass, seine Dominanz unter den Körben auszunutzen, verlor in den entscheidenden Situationen die Nerven und letztendlich auch das Spiel. Die Wildcats versuchten es immer wieder von jenseits der Dreierlinie, trafen aber kein Scheunentor (4 von 32). West Virginia machte es genau andersrum, versenkte insgesamt 10 Dreier und spielte seinen Stil selbstbewusst nach Hause. Ersatz-Pointguard Joe Mazzulla machte mit 17 Punkten das beste Spiel seiner Karriere, DaSean Butler scorte 18, und die Mountaineers stehen zum ersten Mal seit den Tagen von NBA-Logo Jerry West (1951) unter den letzten Vier.


Butler Bulldogs vs. Kansas State Wildcats (63-56)
Schock des Jahres, wieder mal in Utah (wo sonst). Die kleinen, ehemals unbekannten Butler Bulldogs schickten den nächsten Titelaspiranten nach Hause und stehen zum ersten Mal überhaupt im Final Four. Defense war der Schlüssel zum Erfolg. Mit einer zermürbenden Verteidigungsarbeit wurden die beiden Topscorer der Wildcats - Jacob Pullen und Dennis Clemente - zur Weißglut getrieben. Gordon Hayward war erneut bester Bulldog mit 22 Punkten und 9 Rebounds. Es war der insgesamt 24. Sieg in Folge für Butler - das aber seine regulären Saisonspiele in einer unbedeutenden Conference absolviert, und deswegen kaum zur Kenntnis genommen wurde. Spätestens seit den Back-to-Back Siegen gegen Syracuse und jetzt K-State sollte man die Doggen aber auf der Rechnung haben. Das Final Four findet dieses Jahr in Indianapolis statt, keine 10 Kilometer entfernt vom Campus der Butler-Universität. Gut möglich also, dass Butler's Märchen zu Hause sein Happy End findet.



Duke Blue Devils vs. Baylor Bears (78-71)
Dank Nolan Smith's Karrierebestleistung (29 Punkte) stehen die Blue Devils zum ersten Mal seit sechs Jahren wieder in einem Final Four. Es ist bereits das 11. NCAA-Halbfinale für den legendären Coach der blauen Teufel, Mike Krzyzewski. Smith brachte in einem spannenden und eng umkämpften Spiel seine Farben auf die Siegerstraße durch seine Dribblings und sicheren Treffer aus der Halbdistanz. Duke holte insgesamt 22 Offensiv-Rebounds und machte daraus 23 Punkte - darunter neun ganz wichtige (3 Dreier) in der entscheidenden Phase des Spiels. Baylor's Megatalent Ekpe Udoh erzielte in seinem wohl letzten College-Spiel 18 Punkte, 10 Rebs, 6 Assists und 5 Blocks für die Bären, die trotz ihres Ausscheidens mit dem Turnier zufrieden sein können.


Die beiden Halbfinals (Michigan State/Butler und West Virginia/Duke) steigen am kommenden Samstag (3. April).

0 Kommentare:

27 März 2010

Draft Spotlight: Wesley Johnson


Im Gegensatz zu prominenteren College-Kollegen, die 2010 im NBA-Draft landen werden, war Wes Johnson noch vor wenigen Jahren ein gänzlich unbeschriebenes Blatt. Er spielte am Iowa State Junior College (ISU), weit weg vom Rampenlicht und den Argusaugen der Profiscouts. Dann wechselte Johnson nach Syracuse. Sein Draftkurs schoß daraufhin nach oben wie eine Rakete. Seine Spielweise und enormes Potential wecken nun Begehrlichkeiten bei sämtlichen Lotteriemannschaften. Johnson gilt als prototypischer Small Forward. Lang, beweglich und mit einer gewaltigen Sprungkraft ausgestattet, sehen viele in ihm einen Shawn Marion mit einer doppelten Portion Spielverständnis. Im Gegensatz zu 'The Matrix' verfügt Johnson schon jetzt über einen guten Sprungwurf. Seine Wurfauswahl hat sich immens verbessert, die Trefferquote folgte. Dank eines effektiven Jabsteps und seiner Athletik ist sein Jumpshot kaum zu verteidigen. Seine eigentliche Stärke in der Offensive liegt aber im Mid-range Spiel, wo er dank schneller Beinarbeit und einem aufpolierten Spinmove nach Belieben in die Zone gelangt.

4 - Wesley Johnson

Jahrgang: 1987
College: Syracuse Orangemen (Junior)
Größe/Gewicht: 2,01m/91 kg
Position: SF
Stats: 16.5 Pts, 8.5 Reb, 1.7 Stl, 1.8 Blk
Stärken: klassischer Small Forward, vielseitig, beweglich, aktiv,
effektiver Jabstep, gutes Midrange-Game, oft fehlerfrei, exzellenter Verteidiger, All-Defense Potential
Schwächen: Wurfauswahl, Dribbling, eigenen Wurf kreieren, Alter (23)
Best Case Vergleich: Shawn Marion



In der Verteidigung passt Johnson dank seiner Länge und Athletik sowie seiner guten Help-Defense perfekt ins Beuteschema bei den Profis. Er muss zwar ein paar Pfunde zulegen, um gegen körperlich robustere Forwards auf Dauer zu bestehen. Dennoch beherrscht Johnson eine Vielzahl an defensiven Sets, kann problemlos zwischen teamorienterer und individueller Verteidigung hin und her schalten und dürfte schon bald in einem All-Defense-Team stehen. Offensiv hat der Noch-Orangeman Probleme, seinen eigenen Wurf zu kreieren, auch weil er im Dribbling (vor allem mit links) recht limitiert ist. Johnson zählt allerdings zu den schlauesten Repäsentanten seines Draft-Jahrgangs, versteht und akzeptiert seine Grenzen auf dem Basketballplatz und spielt jederzeit wohlüberlegt und so gut wie fehlerfrei. Diese Tatsache hat wohl auch mit seinem Alter zu tun. Johnson ist schon 23 und somit einer der ältesten Lotterie-Spieler 2010. Während sein Alter einerseits mit einer begrenzten Ausbaufähigkeit interpretiert werden kann, sehe ich in seiner Reife vielmehr eine Chance für den symphatischen Forward, sofort einem NBA-Team mit seiner Spielweise entscheidend weiterhelfen zu können.


Prognose: Pick 4 bis 8 !






0 Kommentare:

Lebron James, Vollidiot ?


Cleveland's Lebron James führt mit derzeit 29.8 Punkten pro Partie die Liga hauchdünn im Scoring an, vor Kevin Durant (29.7) von den Oklahoma City Thunder. Dass die beiden Forwards den Titel des Scoring-Champions unter sich ausmachen werden, ist so gut wie sicher.

Als gesichert gilt auch, dass Lebron nicht zur bescheidenen Sorte von Profisportlern gehört. James ist ein narzisstischer, selbstverliebter Egomane, der keine Gelegenheit auslässt, sich als selbst ernannter 'grösster Basketballspieler aller Zeiten' immer wieder in die Schlagzeilen zu bringen. So auch diese Woche, als sich Lebron in einem Interview mit ESPN erneut genötigt sah, auf seine Super-Duper-Extraklasse hinzuweisen.




"Wenn ich wirklich jedes Jahr - jedes Jahr - die Liga im Scoring anführen wollte, das wäre überhaupt kein Problem für mich", gab James zum Besten. Es sei zwar nicht wichtig, fügte der Cavalier hinzu, er wollte es aber nur mal wieder gesagt haben und uns alle daran erinnern, dass er wirklich jedes Jahr Top-Scorer der Liga sein könnte.

Schon klar. Lebron zählt zu den besten Spielern unserer Zeit, je nach Betrachtungsweise kann man ihn auch als derzeit besten Spieler der Liga ansehen. Er könnte die NBA im Scoring anführen, ganz bestimmt sogar. Mir fallen aber auf Anhieb mindestens 4 Spieler ein, für die ein Scoring-Titel nach dem anderen ebenso kein Problem darstellen würde : der angesprochene Durant, Kobe Bryant, Carmelo Anthony oder Dwyane Wade. Keiner dieser Superstars käme wohl auf die Idee, für sich selbst die Werbetrommel zu rühren. Dafür sprechen deren Leistungen auf dem Platz laut genug. Dass aber ausgerechnet Lebron James den inneren Drang verspürte, uns (wieder einmal) an seine gewaltige Allmacht zu erinnern, sollte keinen von uns überraschen.

4 Kommentare:

26 März 2010

Die Macht des $



Gilbert Arenas muss nicht in den Knast. Ein Gericht in Washington DC verurteilte den 'Shooting Guard' der Washington Wizards am Freitag zur Mindeststrafe: 2 Jahre auf Bewährung, dazu 30 Tage in einem Resozialisierungszentrum, 400 gemeinnützige Arbeitsstunden und läppische 5000 $ (ja: fünf tausend Dollar) Strafe. Die Staatsanwalschaft hatte eine Freiheitsstrafe von mindestens drei Monaten gefordert. Angesichts des Verbrechens, welches Arenas begangen hatte, als diese Episode im Dezember vergangenen Jahres seinen Lauf nahm, und seinen bekannten Vorgeschichten in Punkto 'unerlaubter Waffenbesitz', kam er mehr als glimpflich davon. Nach außen gibt Arenas nun das reumütige Lamm, hinter verschlossenen Türen wird er sich das Grinsen indes nicht mehr vom Gesicht wischen können.

Alles begann mit einem Streit während eines Auswärtstrips, als Arenas und sein damaliger Teamkollege Javaris Crittenton im Flieger verbal aneinander gerieten. Anschließend brachte 'Agent 0' vier Feuerwaffen in die Umkleidekabine des Washingtoner's Verizon Center, der Heimspielhalle der Wizards, und deponierte sie in seinem Spind. Er forderte Crittenton auf, sich eine davon auszuwählen. Beide Spieler bedrohten sich gegenseitig. Abgesehen davon, dass Arenas' Verhalten in mehrfacher Hinsicht gesetzeswidrig war - der Besitz von Feuerwaffen ist im District of Columbia streng reguliert, zudem am Arbeitsplatz sowie im 'Arbeitsumfeld NBA' nicht gestattet - werfen vor allem seine fragwürdigen Vertuschungsaktionen nach dem Vorfall Fragen auf.

° Arenas behauptete unmittelbar nachdem er erwischt wurde, er habe von den Regularien nichts gewusst. Erst im November hatte er aber ein Teammeeting besucht, welches sich ausdrücklich mit dem Thema 'Waffenbesitz am Arbeitsplatz NBA' beschäftigte.
° Er hatte angegeben, die Waffen in die Umkleide mitgebracht zu haben, um sie vor seinen Kindern daheim zu verstecken. Noch am selben Tag aber forderte er einen Teamkollegen auf, die Waffen wieder in seinem Auto zu verstauen, um sie wieder mit nach Hause zu nehmen.
° Einen Tag später gab er an, er habe die Waffen mitgebracht, weil er sie einem Teamkollegen verkaufen wollte.
° Er schickte Javaris Crittenton detaillierte Angaben, was dieser den Behörden erzählen sollte, um die Angelegenheit so gut als möglich zu vertuschen. SMS-Texte belegen dies.
° Arenas änderte seine Geschichte mehrmals in den folgenden Tagen und widersprach sich mehrfach angesichts des Zeitpunkts der Konfrontation, wie und wann die Waffen ins Spiel kamen und inwieweit er an der ganzen Sache beteiligt gewesen sei.
° Nachdem er zunächst öffentlich jegliche Schuld von sich gewiesen hatte, unterschrieb Arenas doch eine Schuldbekenntnis

Angesichts der eindeutigen Schuldlast, Arenas' mehrfachen Anklagen wegen illegalem Waffenbesitz in der Vergangenheit und seiner außergewöhnlichen Stellung als prominenter Sportler und Vorbild war eine mehrwöchige Haftstrafe zu erwarten. Allerdings hatten die Beobachter die Macht des Geldes unterschätzt, mit dem die besten Anwälte und Freiheit in unserer Mehrklassengesellschaft erkauft werden können. Arenas heuerte Staranwalt
Kenneth Wainstein an. Wainstein zählt zu den einflussreichsten und mächtigsten Juristen in Washington und hat seine Finger überall mit im Spiel. Sehr brisant: Wainstein war noch vor wenigen Jahren Chef der Staatsanwaltschaft, die in diesem Fall als Kläger agierte, verfügte also über beste Kontakte und illegale Insider-Informationen. Auch für das FBI hatte Wainstein gearbeitet, zudem war er persönlicher Berater von George Bush in Sachen 'Staatssicherheit'. Wainstein's Nachfolger im Department, Chefankläger Chris Kavanaugh, plädierte für die Haftstrafe und wies mehrmals darauf hin, dass eine reine Bewährungsstrafe falsche Signale an die Öffentlichkeit und vor allem an die jüngeren Wizards-Fans senden würde.

Im Endeffekt kam es dann genauso. Wainstein spielte die 'Arenas ist eigentlich ein ganz netter Kerl, der sich hier mit einem Jugend-Streich ein wenig verspekuliert hat' - Karte so geschickt, dass ihm das Gericht die Story abnahm und den 28-jährigen de facto freisprach. Nach diesem Urteil wird Arenas auch von der NBA und David Stern keine weiteren Konsequenzen zu befürchten haben, die Liga richtet sich in solchen Angelegenheiten ausschließlich nach den gesetzlichen Vorgaben. Wir werden Gilbert also ab der nächsten Saison wieder schmunzelnd auf dem Spielparkett erleben, für die Washington Wizards, die ihm in den nächsten vier Jahren 80 Millionen Dollar Gehalt überweisen werden. Dieser Fall beweist wieder mal: vor dem Gesetz sind wir alle gleich. Aber manche sind gleicher...


0 Kommentare:

25 März 2010

Draft Spotlight: DeMarcus Cousins


DeMarcus Cousins dominierte als Freshman seine Konkurrenz unter den NCAA-Körben. Kein anderer Big Man auf College-Niveau konnte körperlich mit dem Center aus Alabama mithalten, der in dieser Saison von allen Spielern die meisten Punkte pro gespielter Minute scorte und mit brutaler Effizienz seine Kritiker verstummte. Sobald 'Big Cuz' in der Zone Position bezieht, steckt der Gegenspieler in Schwierigkeiten, denn Wegschieben ist unmöglich. Dank seinen langen Armen, geschickten Händen und guter Fußarbeit verwandelt Cousins einen Großteil seiner Chancen am Ring in direkte Punkte, meist nach extrem effektiven Post-Moves. Der Gegner weiss sich oft nur durch Fouls zu helfen - der Center der Wildcats wandert in rekordverdächtigen Abständen an die Freiwurflinie, wo sich seine Quote über die Saison hinweg stark verbessert hat. Auch im Halbfeld sind seine Fähigkeiten durchaus beachtlich. So ist seine Ballbeherrschung für einen Center überdurchschnittlich gut, und sein Sprungwurf reicht bis raus zur Dreierlinie. Cousins verlangt ständig nach dem Ball, sein Hunger nach Punkten im Low-Post ist unstillbar. Da er dann lieber selbst punktet, als den Ball wieder abzugeben, eilt ihm der Ruf eines 'schwarzen Lochs' voraus.


15 - DeMarcus Cousins

Jahrgang: 1990
College: Kentucky Wildcats (Freshman)
Größe/Gewicht: 2,11m/122 kg
Position: PF/C
Stats: 15.1 Pts, 10 Reb, 1.9 Blk, 56 FG%
Stärken: gross und kräftig, Rebounding, Low-Post Moves, gute Hände, Produktivität in der Zone, passabler Jumpshot

Schwächen: Wurfauswahl, Verteidigungsarbeit, mangelnde Explosivität, Einstellung, mental nicht sehr gefestigt, Eigensinn
Best Case Vergleich: Patrick Ewing



Seine Kritiker werfen ihm oft
Einstellungsprobleme vor. Cousins gilt als egoistisch und unmotiviert. Der smarteste Typ scheint er auch nicht zu sein. Spielerisch müssen seine Defizite in der Defensive genannt werden, wo der Center in der Seitwärtsbewegung Probleme hat und im Dribbling leicht zu schlagen ist. Zwar kontrolliert er durch seine schiere Größe die Zone, lässt aber beim Rebounden die nötige Aggressivität vermissen. Insgesamt bleibt also für NBA-Teams das Risiko sehr gross, einen wie einst Derrick Coleman zu picken. Wie seinerzeit DC hat auch Cousins extrem grosses Potential, ist aber emotional ungefestigt und unberechenbar. Dennoch wird der Freshman-Center aus Kentucky nicht lange warten müssen, bevor im Juni sein Name aufgerufen wird. Schließlich ist die Nachfrage nach echten Fünfern immer riesig. Und Cousins ist in diesem Jahr wohl der Beste im Feld.


Prognose: Top5 Pick !





0 Kommentare:

24 März 2010

Lakers 92, Spurs 83












Spiel des Tages in der Western Conference, wo die strauchelnden Spurs den Champion aus LA empfingen. Spurs-Guard George Hill, der den immer noch verletzten Tony Parker vertritt, legte los wie die Feuerwehr und profitierte von der Schwachstelle der Lakers, die weiterhin massive Defense-Probleme auf der Point Guard Position haben. Derek Fisher und Jordan Farmar können einfach niemanden stoppen. Hill erzielte 20 Punkte in der ersten Hälfte, Manu Ginobili hatte 12, und der Gastgeber führte bequem 48-41.

Drittes Viertel: die Lakers stürmten hochkonzentriert aus der Kabine, trafen drei Dreier und gewannen den Spielabschnitt 30-18. Kobe Bryant, der nebenbei Alex English überholte und auf Platz 12 der ewigen NBA-Scorerliste vorrückte, setzte immer wieder seine Mitspieler in Szene. Lamar Odom machte von allem etwas, und die Lakers übernahmen langsam aber sicher die Kontrolle.

Im letzten Abschnitt kamen die Spurs zwar nochmal, allen voran Manu Ginobili, der in den letzten Wochen die Rolle des Alleinunterhalters in San Antonio übernommen hat. Alles in allem aber war das zuwenig. Kobe Bryant nahm die Geschicke der Lakers selbst in die Hand, scorte 9 Punkte, gab 2 Vorlagen und führte so Lila-Gold zum siebten Sieg in Folge. Ein durchaus beeindruckender Erfolg für LA dank starker Defensivleistung - allen voran Ron Artest mit 5 Steals. Bei den Spurs war der Frontcourt ein Totalausfall, das Popovich-Team fällt durch den gleichzeitigen Sieg OKC's auf Platz 7 ab und muss als nächstes gegen Cleveland und in Boston ran. Die alternden Spurs werden sich wohl in die Playoffs retten, sind aber meilenweit davon entfernt, in diesem Jahr Serie zu gewinnen. 

0 Kommentare:

Tumulte ohne Ende


Vom Disput zwischen Andray Blatche und Wizards-Coach Flip Saunders am Dienstag haben mittlerweile wohl alle mitbekommen. Saunders wollte nach etwa 7 Minuten im ersten Viertel mit Blatche einige Aktionen und defensive Strategien besprechen. Blatche nahm fälschlicherweise an, er werde wegen fragwürdiger Wurfauswahl gerügt, ignorierte seinen Coach und nahm auf der Bank Platz. Ins Spiel gegen Charlotte kehrte der Power Forward dann nicht mehr zurück, Washington verlor seine 12. Partie in Folge.

Anschließend kritisierte Flip Saunders seinen Spieler aufs Schärfste. Er sei sehr enttäuscht, vor allem weil Blatche seine Mannschaft im Stich gelassen habe. Saunders ging sogar soweit, das Verhalten seines Spielers als schlimmstes Vergehen zu beschreiben, das er als Coach je erlebt habe - was angesichts solcher Jungs wie Isaiah Rider, Nick van Exel, Latrell Sprewell oder Rasheed Wallace, die Saunders alle schon betreut hat, recht deutliche Worte sind.

Blatche war sich indessen keiner Schuld bewusst und war heute seinerseits entsetzt über die Art und Weise, wie dieses Problem vom Trainerstab der Wizards in den Medien dargestellt wurde. "Ich bin kein Quitter, ich würde nie mein Team im Stich lassen", so Blatche. "Ich habe nie gesagt, ich will nicht mehr spielen. Ich will spielen, immer." Er sei sehr überrascht gewesen, als er nicht mehr eingewechselt wurde. "Ich habe nicht falsch gemacht. Alles ist wohl nur ein Missverständnis. Aber ich erwarte eine Entschuldigung."

Im Endeffekt wird hier entweder auf einer Seite, oder auf beiden gelogen. Oder es handelt sich wirklich nur um mangelnde Kommunikation. So oder so, Blatche sollte in Zukunft die Meinung des Coaches respektieren, egal was der zu sagen hat. Und Saunders sollte solche Angelegenheiten intern klären, und nicht über die Medien. Blatche war im Mittwochsspiel gegen Indiana wieder in der Startaufstellung, und man sollte die Sache schnellstmöglich zu den Akten legen - auf beiden Seiten. Die Wizards hatten wirklich schon mehr als genug Spektakel für nur eine Saison...


0 Kommentare:

23 März 2010

Synapsen-Roulette Spieltag 145



- Larry Brown ist 69 Jahre alt und coacht seine 25. Saison in der NBA (Bilanz bisher: 1080 Siege zu 881 Niederlagen). Dazu kommen noch 4 Jahre als Coach in der ABA sowie 5 Jahre als Spieler (1967-72). Macht insgesamt 34 Profi-Saisons. Wahnsinn !

- Andray Blatche (WAS) verzeichnet den größten Scoring-Zuwachs aller NBA-Spieler im Vergleich zu seinen Stats vor dem All-Star Wochenende (von 9 auf knapp 23 Punkte pro Partie)

- Wenn Tayshaun Prince gegen Austin Daye armdrückt - wer gewinnt?

- Pistons Coach John Kuester gab erst kürzlich zum Besten, man würde die Playoffs nur aufgrund der vielen Verletzungen nicht erreichen. Bitte was? Ein bisschen mehr Selbstkritik angesichts der blamablen Vorstellung und zweifelhaften Einstellung seines Teams wäre wohl angebracht. Kuester zählt ohne Frage zu den schlechtesten Trainern dieser Saison.

- Apropos, hier die schlechtesten Trainerleistungen im Anti-Coaching Team 09/10: John Kuester (DET), Mike Dunleavy (ex LAC), Eddie Jordan (PHI), Kurt Rambis (MIN), Don Nelson (GSW)

- 1. Viertel, Mavs gegen Clippers = Wurftraining der beiden Deutschen Nowitzki und Kaman, die gemeinsam 7 ihrer ersten 7 Sprungwürfe versenken.

- Darko Milicic, Center der Minnesota Timberwolves, scheint ernsthaft in Erwägung zu ziehen, doch in der NBA zu bleiben, obwohl er ja eigentlich nach dieser Saison nach Europa zurück kehren wollte. Die Wolves winken mit einem dicken Batzen eventueller Spielzeit im nächsten Jahr - vielleicht. Keine gute Idee, Darko. Fahr' nach Hause. Hauptdarsteller in diesem Theaterstück der Extraklasse ist aber Coach Kurt Rambis - ein weiterer Idiot an der Seitenlinie, der sich einbildet, in Milicic einen Rohdiamanten entdeckt zu haben. Wie der Akt endet, wissen wir ja alle bereits...

- 3. Viertel, Knicks gegen Nuggets = Carmelo Anthony (14 Punkte) gegen Danilo Gallinari (17 Punkte)

- Endlich mal gute News aus Golden State, wo der bisherige Team-Besitzer Chris Cohan ernsthaft in Erwägung zieht, die Warriors zum Verkauf freizugeben. Der Wunschpreis des ehemaligen Kabel.TV-Magnaten liegt bei 400 Millionen Dollar. Was auch immer. Cohan zählt auf jeden Fall zu den schlechtesten Teamchefs aller Zeiten und gehört auf den Mond geschossen - gemeinsam übrigens mit dem Besitzer der LA Clippers, Donald Sterling. Beide sollten nie wieder in die Nähe von Sportvereinen gelassen werden. Der Firmenchef von ORACLE, Larry Ellison, ist der Favorit auf den Erwerb der illustren Franchise, die erst seit der Übernahme durch Cohan 1994 zu einer NBA-Lachnummer geworden ist.

- Toney Douglas, New York's Point Guard der Zukunft?

0 Kommentare:

Difference-Makers


Wer wird in dieser Saison zum besten 6. Mann der Liga gewählt - dem effektivsten und erfolgreichsten Bankspieler des Jahres ? Insgesamt fünf Kandidaten heben sich vom restlichen Teilnehmerfeld ab. Im Endeffekt aber kann und wird es nur einen geben: Jamal Crawford.

1. Jamal Crawford: der Guard aus Atlanta führt alle Bankspieler an mit knapp 18 Punkten pro Partie. Crawford übernimmt routinemässig die Rolle des zweiten Scorers neben Joe Johnson bei den Falken und steht in der entscheidenden Phase immer auf dem Feld - nicht Starter Mike Bibby. Von seinen bisher 69 Spielen absolvierte Crawford kein einziges von Beginn an, erzielte aber trotzdem schon 29 mal 20 Punkte oder mehr.
Fun Fact: Crawford ist weiterhin der einzige Spieler der Moderne, der für drei verschiedene Teams 50+ Punkte in einem Spiel scorte.
Stats: 30.9 Min, 17.9 Pts, 2.9 Ast, 2 Dreier


2. Jason Terry: ein absoluter Top-Spieler, der in allen anderen 29 NBA-Teams von Beginn an auflaufen würde. Bei den Mavericks aber hat der ehemalige College-Star aus Arizona die Rolle des Sprühfunkens von der Bank ins Herz geschlossen und maßgeblichen Anteil am starken Lauf der Mavericks in den letzten Jahren. Auch in dieser Saison sorgt 'JET' für mächtig Wirbel, sobald er das Feld betritt, und trägt im Schnitt starke 17 Punkte und fast 4 Assists bei. Der letztjährige Sixth Man of the Year muss aber in diesem Jahr wohl Jamal Crawford den Vortritt lassen.
Fun Fact: Terry liegt auf Platz 12 der ewigen Dreier-Bestenliste mit mehr als 1500 Treffern.
Stats: 33.7 Min, 17 Pts, 3.8 Ast, 1.2 Stl, 1.8 Dreier


3. JR Smith: der Scharfschütze in Diensten der Denver Nuggets spielte bisher keine Begegnung von Beginn an. Coach George Karl mag die Energie und Intensität, die Smith von der Bank aus bringt. Zwar gibt es immer wieder rabenschwarze Tage für den enigmatischen Guard, die aber macht er mehr als wett, wenn er einmal heiß läuft. Wie zB. bei seinem 41-Punkte Spiel gegen die Hawks. Smith traf in dieser Spielzeit schon sieben mal 5+ Dreier in einer Partie.
Fun Fact: JR heißt mit vollem Namen Earl Smith der III. und wurde von den New Orleans Hornets an 18. Stelle gedraftet (2004).
Stats: 27.8 Min, 15.2 Pts, 1.3 Stl, 2.1 Dreier


4. Paul Millsap: undankbare Situation für den talentierten Forward in Diensten der Utah Jazz. Obwohl Millsap schon öfters seine Klasse und Effizienz als Starter unter Beweis gestellt hat, steht ihm weiterhin ein gewisser Carlos Boozer im Weg. Dennoch hängt sich der erst 25 Jahre alte Spieler, der in anderen Teams wohl All-Star Stimmen einsammeln könnte, immer voll rein für die Mannschaft von Jerry Sloan und beeinflusst das Spiel auf vielfältige und oft subtile Weise, wenn er von der Bank kommt.
Fun Fact: Millsap ist der einzige College-Spieler in der Geschichte der NCAA, der in drei aufeinanderfolgenden Saisons die meisten Rebounds pflückte.
Stats: 27.4 Min, 11.6 Pts, 6.5 Reb, 1.1 Blk, 55% FG


5. Lamar Odom: das Schweizer Taschenmesser des amtierenden Champions aus LA. Zwar musste LO schon 26 Spiele von Beginn an ran, weil Bynum und Gasol schon so einige Duelle verletzungsbedingt verpassten. Dennoch zählt Odom rein technisch gesehen als Bankspieler, der Lakers-Gegnern reihenweise Matchup-Alpträume beschert. 2,08m gross, mit der Beweglichkeit und Ballbeherrschung eines Guards, gibt es nichts auf dem Basketballfeld, dessen Odom nicht mächtig wäre. Seine durchschnittlichen Statistiken belegen das eindrucksvoll.
Fun Fact: Odom gründete vor einigen Jahren sein eigenes Modelabel, Rich Soil Clothing.
Stats: 30.7 Min, 10.3 Pts, 9.6 Reb, 3.4 Ast

0 Kommentare:

22 März 2010

Spurs 114, Hawks 119 (OT)












Obwohl die Atlanta Hawks zum ersten Mal seit mehr als vier Jahren gegen die Spurs wieder erfolgreich waren, und dieser Sieg einen Playoff-Platz für die Falken rein rechnerisch klar machte, schienen die Hawks-Spieler mit ihren Gedanken ganz woanders zu sein. Diese statistischen Details interessierten nämlich alle Beteiligten nicht die Bohne. "Unser Ziel sind nicht die Playoffs", erklärte Atlanta's Star Joe Johnson, der mit der Schlußsekunde der regulären Spielzeit das Spiel hätte gewinnen können, den Ball aber nicht unterbringen konnte.

Das Heimteam lag in der ersten Halbzeit schon mit 14 Punkten hinten. Manu Ginobili, der insgesamt 38 erzielte (Saisonbestleistung) war zunächst nicht zu bremsen. Dann aber kamen die Hawks, drehten in der Defense auf und stürmten dank ihrer patentierten athletischen Spielweise ins Spiel zurück. Al Horford spielte wie ein Bessesener mit 22 Punkten, 18 Rebounds und dem Dunk des Tages über Tim Duncan hinweg. Johnson erzielte 20, Jamal Crawford trug 19 Zähler bei. Marvin Williams aber war der X-Faktor. Der oft gescholtene Forward kam auf insgesamt 26 Punkte und hielt die Hawks in der ersten Hälfte im Alleingang im Spiel.

Auf die Spurs warten in den nächsten Tagen harte Brocken: Oklahoma City, die Lakers, Cleveland und Boston. Der Westen ist hart umkämpft, das Popovich-Team liegt auf momentan auf Platz 7. Atlanta hat jetzt fünf seiner letzten sechs Spiele gewonnen, 12 von 14 in der heimischen Philips Arena, und liegt mit den Celtics gleichauf. Beide Teams machen den so wichtigen dritten Platz im Osten unter sich aus, der vierte muss wohl schon in Playoff-Runde zwei gegen Cleveland ran.

0 Kommentare:

21 März 2010

NCAA Tournament: Round of 32





Verrücktes Wochenende in den NCAA's mit sensationellen Siegen der Underdogs, die sogar die Überraschungen der ersten Runde in den Schatten stellen. Der grosse Favorit Kansas fährt ebenso nach Hause wie Villanova oder New Mexico. Cornell, Saint Mary's und die Northern Iowa Panthers sind die großen Gewinner des Wochenendes. Die Schwergewichte Kentucky, Syracuse, Duke und Ohio State dürfen weiter vom Titel träumen. Die nächsten Spiele steigen am Donnerstag und Freitag.

MIDWEST
--------------

Kansas Jayhawks vs. Northern Iowa Panthers (67-69)
Sensation in Runde 2: die hoch gelobten Jayhawks aus Kansas, von allen Experten als der grosse Favorit auf die College-Krone in diesem Jahr gepriesen, verabschieden sich als erstes an 1 gesetztes Team seit sechs Jahren schon vor der Runde der Sweet 16. Die Panthers zeigten sich, wie schon im ersten Spiel des Turniers, als starke Einheit auf dem Platz. Und schon wieder wurde der Iraner Farokhmanesh zum Matchwinner mit insgesamt 5 Punkten in der letzten Spielminute.

Michigan State Spartans vs. Maryland Terrapins (85-83)
Korie Lucious traf den entscheidenden Dreier mit der Schlußsekunde und Durrell Summers zeigte seine beste NCAA-Leistung mit 26 Punkten. In einem wilden und hochspannenden Spiel wechselte die Führung allein in der letzten halben Minute gleich vier Mal, bevor Lucious zum Helden wurde. Einziger Wehrmutstropfen für MSU: ihr Anführer Kalin Lucas riss sich die Achillessehne und fällt für den Rest des Turniers aus.

Ohio State Buckeyes vs. Georgia Tech Yellow Jackets (75-66)
Der amtierende Spieler des Jahres, Evan Turner, meldete sich nach grottenschlechter erster Partie eindrucksvoll zurück mit 24 Punkten, 9 Rebounds und 9 Assists. Ohio State schnupperte Morgenluft nachdem sich Kansas sang- und klanglos aus dem Turnier verabschiedete und ist nun mein Favorit im Mittleren Westen. Gegen Georgia Tech zeigten die Buckeyes, wie sie ins Final Four einzuziehen gedenken: Fast-Break Basketball plus die offensive Zusammenarbeit von Turner und Scharfschütze Jon Diebler.

Ohio Bobcats vs. Tennessee Volunteers (68-83)
Tennessee, ein athletisches und gut verteidigendes Team, hatte mit Ohio keine Mühe und überrannte die Bobcats nach Belieben. Star-Guard Scotty Hopson erzielte 17 Punkte für die Vols, die noch niemals über die dritte Runde hinaus gekommen sind. Das Unterfangen wird gegen die Ohio State Buckeyes nicht leichter.

EAST
-------

Kentucky Wildcats vs. Wake Forest Demon Deacons (90-60)
Nun, da die Jayhawks aus dem Rennen sind, gilt das mit NBA-Talenten gespickte Team von John Calipari als der grosse Favorit. Gegen Wake Forest gewann UK zum zeiten Mal innerhalb von drei Tagen erdrutschartig. Darius Miller erzielte 20, DeMarcus Cousins kam auf 19. Die Wildcats haben zuviele Waffen, und alles scheint zum richtigen Zeitpunkt zusammen zu kommen.

Cornell Big Red vs. Wisconsin Badgers (87-69)
Zweites Spiel, zweiter dominierender Sieg für die Big Red, die somit zum ersten Mal in ihrer Geschichte im Sweet 16 stehen. Cornell dominierte die Zone mit 32-16 Punkten, verbuchte mehr Rebounds, führte früh zweistellig und schaukelte den Sieg gegen den höher gerankten Gegner sicher nach Hause. Dürfte ein interessantes Spiel werden gegen Kentucky am Donnerstag.

West Virginia Mountaineers vs.
Missouri Tigers (68-59)
DaSean Butler legte früh den Grundstein für den vierten Einzug der Mountaineers ins Sweet 16 seit 2005. Der Forward erzielte 19 seiner 28 Punkte in der ersten Hälfte und zog damit der gefürchteten Defense der Tigers früh den Zahn. Mizzou kam nie richtig ins Laufen - die Stärke ihres Spiels - und hatte im Halfcourt-Spiel kein Mittel gegen West Virginia's effektive 1-3-1 Zone. Der Favorit setzte sich letztendlich verdient durch.

New Mexico Lobos vs. Washington Huskies (64-82)
Die Huskies zeigten sich von der allerbesten Seite und zerlegten die hoch gelobten Lobos nach allen Regeln der Kunst. Knapp 50% aus dem Feld, 21 Vorlagen bei gerade mal 5 Ballverlusten und insgesamt 31 Hustle-Punkte nach Ballgewinn oder Offensiv-Rebound verdeutlichen die Dominanz Washingtons. Quincy Pondexter war mit 18 Punkten Topscorer, Isaiah Thomas erzielte 15.


WEST
--------

Syracuse Orangemen vs. Gonzaga Bulldogs (87-65)
Hammer-Team, meiner Meinung nach die beste 5-Mann Rotation der Liga. Syracuse schießt die Bulldogs dank einem Dutzend Dreiern aus der Halle. Wes Johnson erzielt 31 Punkte und stellt seine NBA-Klasse auf eindrucksvolle Weise unter Beweis. Bei Gonzaga spielt nur Elias Harris einigermaßen mit (24), gegen die Orange reicht das aber bei weitem nicht. 'Cuse gegen Kansas State wäre mein Favorit um die Krone in der Western Region.

Butler Bulldogs vs. Murray State Racers (54-52)
Ronald Nored's 15 Punkte - drei davon kurz vor Schluß - waren mitverantwortlich dafür, dass Butler's beeindruckende Serie weiterhin Bestand hat: es war der 22. Sieg in Folge für die Bulldogs. Murray State hatte seine Chancen, einen weiteren höher eingeschätzten Gegner aus dem Turnier zu kegeln, scheiterte aber letztendlich an seiner Unachtsamkeit (18 Ballverluste) und schrecklichen Freiwurfquote (41%)

Kansas State Wildcats vs. BYU Cougars (84-72)
Dank Jacob Pullen zieht Kansas State zum ersten Mal seit den College-Tagen von Mitch Richmond 1988 ins Sweet 16 ein. Pullen erzielte eine neue Karrierebestleistung mit 34 Punkten und brachte sein Team so auf die Siegerstraße. Zusätzlich setzte er BYU-Star Jimmer Fredette pausenlos unter Druck. Fredette fand wie sein restliches Team keinen Rhythmus, die Cougars unterlagen verdient. K-State mit seinem Guard-lastigen Spiel dürfte gegen Xavier in der nächsten Runde gute Karten haben.

Pittsburgh Panthers vs. Xavier Musketeers (68-71)
Die Musketeers ziehen als einziges Team neben den Michigan State Spartans zum dritten Mal in Folge ins Sweet 16 ein, bleiben aber trotz eines der besten Basketball-Programme des Landes weiterhin ein Underdog. Jordan Crawford, ein effizienter Scorer, war mit 27 Punkten bester Schütze seines Teams. Pittsburgh hatte zwei Chancen zum Ausgleich in den letzten 5 Sekunden, vergab aber beide kläglich.

SOUTH
---------

Duke Blue Devils vs. California Golden Bears (68-53)
Duke's Nolan Smith war sowohl im Angriff (20 Zähler) als auch in der Verteidigung der X-Faktor für Duke, hielt er doch Cal's Jerome Randle bei für ihn mickrigen 12 Pünktchen. Auch sonst agierte das Team von Coaching-Legende Mike Krzyzewski nacht altbekanntem Duke-Muster: gute Defense, und vorne immer schön die Bälle in den Low-Post füttern. Die Bears hatten kein Rezept gegen die blauen Teufel. Es ist bereits die 19. Teilnahme von Coach K. in der Runde der Sweet 16.


Texas A&M Aggies vs. Purdue Boilermakers (61-63, OT)
Defensiv-Ass Chris Kramer war der Held für die Boilermakers in diesem spannenden Spiel. Anstatt auf den angesagten Spielzug seiner Coaches zu hören, fasste sich Kramer ein Herz und zog gegen gleich vier Gegenspieler zum Korb, wo er den entscheidenden Treffer zum 63-61 erzielte. Die Boilermakers, die weiterhin ohne ihren besten Spieler Robbie Hummel auskommen müssen, setzten sich wieder dank besserer Verteidigungsarbeit durch und treffen nun auf die Blue Devils. Wird ein harter Brocken - für Duke.


Villanova Wildcats vs. Saint Mary's Gaels (68-75)
Diesen Namen sollte man sich merken: Omar Samhan. Der Center zeigte zum zweiten Mal in Folge ein bärenstarkes Spiel (32 Pts, 7 Rebs, 2 Blocks, 13 von 16 aus dem Feld) und katapultiert sich unaufhaltsam in Richtung NBA-Lotterie. Kein anderer Big Man ausser vielleicht DeMarcus Cousins dominiert mit solch ausgefeilten Low-Post Moves wie Samhan. Die Gaels bleiben die Wundertüte des Turniers und ziehen zum ersten Mal überhaupt ins Sweet 16 ein. Ich tippe auf mehr.

Baylor Bears vs. Old Dominion Monarchs (76-68)
Baylor gewinnt wieder, diesmal gegen Old Dominion. Wie schon im ersten Spiel können die Bears aber nicht wirklich überzeugen gegen einen höchstens mittelmässigen Gegner. Zwar punkteten gleich vier Bären zweistellig (Topscorer LaceDarius Dunn mit 27), gegen Saint Mary's wird die bisher gezeigte Leistung aber nicht ausreichen.


0 Kommentare:

19 März 2010

NCAA Tournament: Tag 2


Die Sieger der ersten NCAA Runde stehen fest. Auch der zweite Tag war teilweise spannend und hart umkämpft, konnte jedoch von der Dramatik her nicht mit dem Donnerstag mithalten. Hier die Recaps, je nach Region.

MIDWEST
----------------

Michigan State Spartans vs. New Mexico State Aggies (70-67). Die Spartans sahen lange Zeit wie der leichte Sieger aus, aber NMSU spielte sich in Hälfte zwei in einen Rausch und ging sogar in Führung. In der entscheidenden Phase vergaben die Aggies zwei Dreier zum Ausgleich. Kalin Lucas von den Spartans war bester Mann mit 25 Zählern.

Maryland Terrapins vs. Houston Cougars (89-77)
Die Terrapins dominierten die Bretter in diesem Spiel 47-27, und das war eigentlich schon der entscheidende Faktor. Freshman Jordan Williams stellte Karrierebestleistungen auf mit 21 Punkten und 17 Rebounds, während der 'ACC Spieler des Jahres' Greivis Vasquez mit 16 Pts, 7 Rebs und 6 Ast zum Sieg der Terps beitrug, die dank eines 12-2 Laufs in der zweiten Halbzeit uneinholbar davon zogen.

Ohio State Buckeyes vs. UC Santa Barbara Gauchos (68-51). Während Megastar Evan Turner eines der schlechtesten Spiele seiner College-Karriere absolvierte, sprangen zwei seiner Teamkollegen in die Bresche: Jon Diebler, der die ganze Woche mit einem Magen-Darm-Virus flach gelegen war, erzielte 23 Punkte (7 Dreier), während Forward Dallas Lauderdale mit 12 Rebounds und 8 Blocks die Defensive zusammen hielt. So kamen die Buckeyes in diesem überharten und sehr aggressiv geführten Spiel zum verdienten Sieg.

Georgia Tech Yellow Jackets vs. Oklahoma State Cowboys (64-59). Dank einer nahezu perfekten Teamleistung von der Freiwurflinie (24 von 25) und ihrem Größenvorteil ziehen die Yellow Jackets in die nächste Runde ein. Gani Lawal scorte 14, Derrick Favors kam auf 12 Punkte und 9 Rebounds für Georgia Tech, die mit teilweise exzellenter Perimeter-Defense den Cowboys in den letzten paar Minuten den Schneid abkauften.

EAST
---------

Temple Owls vs. Cornell Big Red (65-78)
Cornell war das bessere Team an beiden Enden des Spielfeldes und zeigte von Beginn an, warum sie seit langem das beste Team der Ivy League sind. Louis Dale (21) und Ryan Wittman (20) waren die Topscorer der Big Red. Der ungefährdete Sieg gegen die Eulen war der NCAA-Erfolg überhaupt in der Schulgeschichte. Dieses Team mit seinen insgesamt neun Seniors ist saustark und könnte in der East Region für Furore sorgen.

Wisconsin Badgers vs. Wofford Terriers (53-49)
Eines der besseren Spiele des Tages, mit viel Spannung bis zum Schluß. Nur mit viel Mühe konnten die Badgers die Pleite abwenden. Jon Leuer war der Held für Wisconsin. Bei ausgeglichenem Spielstand traf der Junior einen Jumpshot 18 Sekunden vor Schluß, klaute hinten den Ball und verwandelte die entscheidenden Freiwürfe zum 53-49 Endstand.

West Virginia Mountaineers vs. Morgan State Bears (77-50). Morgan State erzielte die ersten 10 Punkte der Partie. Dann kamen die Mountaineers, die ihre ersten elf Würfe daneben gesetzt hatten und deklassierten die Bears im restlichen Spielverlauf 77-40. Kevin Jones (17) und David Ebanks (16) waren die erfolgreichsten Korbwerfer für West Virginia, das mich dennoch noch nicht wirklich überzeugen konnte. Vielleicht war auch der Gegner einfach zu schwach.

Clemson Tigers vs. Missouri Tigers (78-86)
Mizzou zeigte von Beginn an, wie man als weniger talentiertes Team dank harter, pausenloser Verteidigungsarbeit mit besseren Mannschaften zurecht kommt: durch "The Fastest 40 Minutes in Basketball". Dieses Spektakel muss man gesehen haben. Missouri presste unentwegt und erzwang 20 Ballverluste. Jeder Spieler von Clemson hatte mindestens einen Turnover, und der Favorit verabschiedet sich zum dritten Mal in Folge in Runde 1. Mizzou hingegen könnte gegen West Virginia für die nächste Überraschung sorgen.

WEST
----------

Syracuse Orangemen vs. Vermont Catamounts (79-56)
Kein Problem für die hoch favorisierten Orangemen, die zu den ganz grossen Titelaspiranten zählen. Die Partie war schon nach wenigen Minuten eigentlich gelaufen, 'Cuse führte 35-10. Dennoch, oder gerade deswegen, entwickelte sich ein munteres Spielchen mit vielen Highlights, ganz nett anzusehen alles. Top-Prospect Wes Johnson's Statline: 18 Pts, 6 Rebs, 3 Ast, 3 Stl, 2 Blks, 3 Dreier.

Gonzaga Bulldogs vs. Florida State Seminoles (67-60)
Das Team von Elias Harris (13 Punkte) spielte uninspiriert, hatte aber Glück dass die Seminoles die ersten 32 Minuten des Duells komplett verschliefen. Dank Matt Bouldin (14 von 17 Punkten in Halbzeit zwei) blieben die Bulldogs auf der Siegerstraße, müssen sich aber sehr steigern wenn in der nächsten Runde nicht Schluss sein soll.

Pittsburgh Panthers vs. Oakland Golden Grizzlies (89-66)
Die Panthers präsentierten sich in exzellenter Form und machten den Grizzlies, die aufopferungsvoll kämpften, recht schnell klar, dass es hier keine Sensation geben würde. Pittsburgh spielte abgebrüht den eigenen Stil - Ausgeglichenheit, viele Scorer, viel Ballbewegung - herunter und erwartet in der nächsten Runde Xavier.

Xavier Musketeers vs. Minnesota Golden Gophers (65-54)
Jordan Crawford hatte mit insgesamt 28 Punkten einen Bärenanteil am Sieg der Musketeers über Minnesota. Xavier verteidigte aber auch gut und zwang die Gophers zu hastigen 3er-Würfen, die ihr Ziel nicht fanden. Es ist bereits das vierte Jahr in Folge, in dem die Musketeers in die nächste Runde einziehen.

SOUTH
-----------

Duke Blue Devils vs. Arkansas Pine Bluff Golden Lions (73-44). Die an 1 gesetzten Blue Devils dominierten die Partie von der ersten Sekunde an und verkloppten die NCAA Neulinge aus Arkansas nach allen Regeln der Kunst. Pine Bluff traf gerade mal 32% aus dem Feld, leistete sich 16 Ballverluste und hatte keinen Spieler, der zweitstellig punktete. Die Partie war genauso einseitig wie langweilig.

California Golden Bears vs. Louisville Cardinals (77-62)
Die oft kritisierten Pac-10 Champions aus dem Sonnenstaat ließen die Kritiker zumindest an diesem Tag verstummen und legten eine Glanzleistung aufs Parkett. Dank viel Speed und exzellenter Wurfquote stürmte Cal mit 22-4 ins Spiel und traf immer wieder wenn es eng wurde einen wichtigen Jumpshot. Jerome Randle und Theo Robertson waren mit jeweils 21 Punkten die Topscorer der Bears.

Texas A&M Aggies vs. Utah State Aggies (69-53)
Dank Chris Middleton's Karrierebestleistung (19 Punkte) und Utah State's katastrophaler Trefferquote aus dem Feld bekam A&M das Spiel schon in Halbzeit eins in den Griff und ließ sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. Durchwachsenes Spiel ohne wirkliche Spannung.

Purdue Boilermakers vs. Siena Saints (72-64)
Die Boilermakers stürmten aus der Halbzeitpause und spielten wie besessen. Dank eines 20-3 Laufs und sauguter Verteidigungsarbeit bekamen sie die Saints und das Spiel in den Griff. Siena kam mit einem späten Endspurt noch einmal zurück und verkürzte auf 66-63. Zu mehr reichte es aber nicht. Top-Spieler war Purdue's JaJuan Johnson mit 23 Punkten und 14 Rebounds.


0 Kommentare:

18 März 2010

NCAA Tournament: Tag 1


Welch ein erster Turnier-Tag in der NCAA Endrunde der besten 64 College-Teams ! Vier Overtimes. Zwei Buzzer Beater. Mehrere Überraschungssiege, darunter die ein oder andere Sensation. Und insgesamt gleich acht Spiele, die mit weniger als 5 Punkten entschieden wurden. March Madness eben. Hier die Highlights des ersten Tages, aufgeteilt nach jeweiliger Region.

MIDWEST
-----------------

Kansas Jayhawks vs. Lehigh Mountain Hawks (90-74)
Der grosse Favorit gab sich keine Blösse und siegte souverän und sicher. Trotz vieler vergebener Möglichkeiten dominierten die Jayhawks die Bretter (42-29), Lehigh hatte dem nicht viel entgegen zu setzen. Bester Spieler bei Kansas war Marcus Morris mit 26 Punkten und 11 Rebounds. Kansas trifft in der nächsten Runde auf die schwer zu spielenden Northern Iowa Panthers.

UNLV Rebels vs. Northern Iowa Panthers (66-69)
Eines der am härtesten umkämpften Spiele des Tages, in dem die Panthers letztendlich verdient gewinnen konnten. UNLV blieb zwar das ganze Spiel über dran und glich kurz vor Schluß sogar aus. Der Iraner Ali Farokhmanesh (Topscorer der Partie mit 17 Punkten) erzielte aber 5 Sekunden vor Ende den entscheidenden Dreier zum Sieg. Es war der erste NCAA-Erfolg der Panthers seit 1990.

Georgetown Hoyas vs. Ohio Bobcats (83-97)
In der größten Sensation des Tages eliminierten die Bobcats die drittplatzierten Hoyas und ziehen zum ersten Mal nach 1983 in die zweite Runde ein. Dank einer ausgleglichenen Mannschaftsleistung, aus der Scoring-Maschine Armon Bassett mit 32 Punkten herausstach, dominierte Ohio die Partie in allen Facetten. Die Hoyas verschliefen grosse Teile des Spiels und bekamen die Quittung für ihr uninspiriertes Auftreten.

Tennessee Volunteers vs. San Diego State Aztecs (62-59)
Die Vols rehabilitieren sich für das Erstrundenaus vergangenes Jahr und besiegten die Aztecs, die weiterhin auf ihren ersten Tournament-Erfolg warten müssen. Tennessee kontrollierte die erste Halbzeit souverän und ließ auch in Hälfte zwei nichts anbrennen. Melvin Goins und JP Prince waren mit jeweils 15 Punkten die Top-Scorer.

EAST
--------

Kentucky Wildcats vs. East Tennessee State Buccaneers (100-71). Laaaaangweilig. ETSU hatte zu keinem Zeitpunkt auch nur den Hauch einer Chance gegen die Wildcats und ihr famoses Freshman-Trio. Erik Bledsoe stellte einen neuen Wildcats-Turnier-Rekord auf mit 8 erfolgreichen Dreiern. UK verbuchte insgesamt 27 Assists bei 31 Treffern aus dem Feld und machte mit den Buccaneers dank seines beeindruckenden Arsenals an Waffen kurzen Prozess.

Texas Longhorns vs. Wake Forest Demon Deacons (80-81, OT). Dank Ishmael Smith's Sprungwurf eine Sekunde vor dem Ende feierten die Deacons einen nicht mehr für möglich gehaltenen Sieg, und das obwohl der Underdog in der Verlängerung schon mit acht Punkten hinten lag. Al Farouq Aminu war bester Mann bei Wake Forest mit 20 Punkten und 15 Rebounds. Für Texas endet eine bittere zweite Saisonhälfte mit einer weiteren Enttäuschung.

New Mexico Lobos vs. Montana Grizzlies (62-57)
Die Lobos hatten mehr Mühe als erwartet mit den Grizzlies aus dem Schneestaat. Erst mit einem 17-0 Lauf in Hälfte zwei verschaffte sich das drittplatzierte Team etwas Luft und rettete den Vorsprung mit Mühe über die Zeit. Die vollmundige Ankündigung von PG Darington Hobson, der wohl nächstes Jahr in der NBA aufläuft, man werde bis ins Final Four vordringen, könnte sich schon in der nächsten Partie gegen Washington zerschlagen. New Mexico konnte trotz des Sieges nicht überzeugen.

Marquette Golden Eagles vs. Washington Huskies (78-80)
Die Huskies sind zur richtigen Zeit heiß gelaufen. Durch den achten Sieg in Folge zieht Washington in die nächste Runde ein dank Quincy Pondexter. Der Senior-Guard erzielte den entscheidenden Korb 1.7 Sekunden vor dem Ende und verlängerte so seine College-Karriere um mindestens ein weiteres Spiel. Pondexter (18 Pts, 11 Reb) führte seine Farben mit einer starken zweiten Halbzeit nach 15-Punkte Rückstand zum Sieg.

WEST
---------

Butler Bulldogs vs. UTEP Miners (77-59)
Nur eine Halbzeit lang waren die Miners auf Augenhöhe. Nach dem Wechsel dominierten die Bulldogs dank ihrer harten Defense und ausbalancierten Spielweise. Der Ball lief wie am Schnürchen und fast jeder Wurf passte. Shelvin Mack versenkte insgesamt 7 Dreier für Butler, die jetzt 21 Spiele in Folge gewonnen haben. Ein unbequemer Gegner für jedes Team.

Vandebilt Commodores vs. Murray State Racers (65-66)
Mega-Upset für Murray State, das als 13-platziertes Team Nr. 4 Vanderbilt aus dem Turnier kickte dank einer Eingebung von Danero Thomas. Der Senior traf mit der Schlußsirene zum 66-65 und bescherte den Racers den ersten NCAA-Turnier-Erfolg seit 1988. Die 'Ohio Valley Champions' haben nun 22 ihrer letzten 23 Partien gewonnen und treffen in der nächsten Runde auf die Butler Bulldogs.

Kansas State Wildcats vs. North Texas Mean Green (82-62). Beeindruckende Vorstellung der Wildcats, die nach einem mässigen Start die Zügel in der Defense anzogen und NTU eine Wurfquote von gerade Mal 30 Prozent gestatteten. Vier Starter punkteten zweistellig für das in diesem Jahr immens verbesserte Kansas State, das mit einer 'Elite-8' Teilnahme in dieser Saison liebäugelt. Der Sieg war hier nie in Gefahr.

BYU Cougars vs. Florida Gators (99-92, 2OT)
Als es hart auf hart kam, zeigte einer der besten Point-Guards der Liga seine Extraklasse: Jimmer Fredette erzielte 29 seiner insgesamt 37 Punkte nach der Halbzeit - davon 10 in der zweiten Verlängerung. BYU besiegte in einem dramatischen Spiel die Gators aus Florida und trifft als nächstes auf das favorisierte Kansas State. Es war der erste Erfolg der Cougars in der ersten NCAA-Endrunde nach zuletzt sieben Niederlagen in Folge.

SOUTH
-----------------

Villanova Wildcats vs. Robert Morris Colonials (73-70, OT)
Scottie Reynolds, der Star der Wildcats, musste aus disziplinanischen Gründen die Begegnung zunächst von der Bank aus verfolgen. Villanova war drauf und dran, als Nr. 2 aus dem Turnier gekegelt zu werden, bevor man sich schließlich dank Reynolds' Freiwurfstärke in die Verlängerung retten konnte. Dort machten die Wildcats den Sieg gegen eigentlich bessere Colonials klar. Glücklicher Erfolg für 'Nova.

Richmond Spiders vs. Saint Mary's Gaels (71-80)
Es war der erste NCAA-Triumph der Gaels seit mehr als 50 Jahren, und bedanken können sie sich bei Omar Samhan. Der Center dominierte trotz massiver Foulprobleme die Spiders nach Belieben, verbuchte 29 Punkte und 12 Rebounds. Richmond wurde unter den Körben schikaniert und kam nie richtig in Tritt. Verdienter Sieg für Saint Mary's.

Baylor Bears vs. Sam Houston State Bearkats (68-59)
Top-Talent Ekpe Udoh schulterte die Verwantwortung für seine Baylor Bears und zeigte mit 20 Punkten und 13 Rebounds, wieso er als sicherer Lotterie-Pick gehandelt wird. Dank Udoh konnten die Bears in den letzten drei Minuten des Spiels davon ziehen. Es war ihr erster NCAA-Sieg seit mehr als sechs Jahrzehnten. Die Freude war umso größer.

Notre Dame Fighting Irish vs. Old Dominion Monarchs (50-51). Old Dominion stellte Mitte der zweiten Hälfte vollends auf eine 2-3 Zone um, und die Fighting Irish bekamen in den entscheidenden Phasen massive Offensivprobleme, die ihnen letztendlich das Genick brachen. Irish Senior Luke Harangody war komplett abgemeldet und kam nie in die Gänge. So erkämpften sich die Monarchs die erste Sensation der diesjährigen NCAA-Endrunde.

0 Kommentare:

17 März 2010

Draft Spotlight: Derrick Favors


Derrick Favors aus Atlanta galt vergangenes Jahr als bester High School Spieler des Landes. Mit vielen Vorschusslorbeeren landete der erst 18-jährige in Georgia Tech, wo er aber im Vergleich zu anderen hoch gepriesenen Freshmen (John Wall, DeMarcus Cousins) ein wenig enttäuschte. Zwar deutete Favors des öfteren sein immenses Potential an, ging aber im fragwürdigen Teamkonzept der Yellow Jackets völlig unter. Zu seiner Verteidigung muss man anführen: Georgia Tech verfügt über einen dilletantisch schlechten Backcourt. Die Guards versagten in jeglicher Hinsicht, waren weder als Distanzschützen, noch als traditionelle Aufbauspieler zu gebrauchen. So verbarrikadierte sich der Gegner routinemässig in der Zone, wo Favors folgerichtig wenig Raum zur Verfügung stand - wenn er denn überhaupt mal einen Ball in die Hände bekam. Das erklärt auch seine mittelmässigen Statistiken: knapp 12 Punkte in 25 Minuten bei gerade mal 8 Wurfversuchen pro Spiel. Für einen ehemaligen McDonald's All-American, der zudem als einer der größten Talente des Jahrgangs gilt, natürlich viel zu wenig.


14 - Derrick Favors

Jahrgang: 1991
College: Georgia Tech Yellow Jackets (Freshman)
Größe/Gewicht: 2,08m/112 kg
Position: PF
Stats: 12.4 Pts, 8.4 Reb, 2.1 Blk, 61 FG%
Stärken: Länge, Athletik, sehr guter Verteidiger, exzellenter Shotblocker und
Rebounder, uneigennützig, smart, arbeitet hart, Potential
Schwächen: Dribbling, Turnovers, in Angriff noch sehr unausgereift, Sprungwurf, eigene Offense kreieren
Best Case Vergleich: Antonio McDyess, Kevin Garnett



Was dennoch heraustach waren Favors' rauhe Basketball-Skills, seine körperlichen Voraussetzungen und das immense Potential, welches in ihm steckt. NBA-Teams reiben sich die Hände nach einem Spieler wie ihm, einen, der physisch alles mitbringt, und den man formen kann. Die Kombination von Körperlänge (2,78m mit gestrecktem Arm) und Athletik (112 cm Sprungkraft - aus dem Stand !) gibt es so kein zweites Mal in der NCAA. Gepaart mit seinen großen Händen und einer klassischen Low-Post Mentalität könnte hier in einigen Jahren eine Art Kevin Garnett heranreifen. Sein Rebounding und vor allem das Shotblocking haben jetzt schon NBA-Niveau.
Durch seine flinken Beine kann er zudem das Pick'n'Roll und kleinere Spieler mit Leichtigkeit verteidigen. Mit Sicherheit muss Favors noch viel lernen. So lässt seine 1-1 Offense sehr zu wünschen übrig, sein Face-Up Spiel existiert so gut wie gar nicht, auch weil sein Jumpshot zu unkonstant ist. Aus diesem Grund wird Favors wohl noch ein paar Jahre zulegen müssen, bis er in der NBA zu einem spielentscheidenden Faktor wird. Bei seinen Voraussetzungen aber sind die Möglichkeiten dann grenzenlos.


Prognose: Top 5 Pick !




0 Kommentare: