14 September 2010


Mit einer albernen und gleichsam beknackten PR-Botschaft im 'Star Tribune', einem Minnesotaer Tagesblatt, haben die Verwantwortlichen der Timberwolves gestern versucht, die eigenen Fans (alle 250, die noch übrig geblieben sind) zu beschwichtigen und für die Zukunft optimistisch zu stimmen. Die Werbenachricht erstreckt sich über eine komplette DIN A1 Seite. Darin räumt das Management leichte Probleme ein, blickt aber euphorisch in die Zukunft und schneidet das Thema 'Rebuilding' an.

Das Echo der internationalen Unkenrufe ob der desolaten Arbeit von GM David Kahn und seinen Verantwortlichen ist mittlerweile also auch in der PR-Abteilung der Wölfe angekommen. Nicht anders lässt sich dieser verzweifelte Schritt erklären. Marketing-Stratege Ted Johnson wollte die Aktion als Neuaufbau eines transparenteren Verhältnisses zu den eigenen Fans verstanden wissen. Man wolle in Zukunft die geplanten Schritte besser nach aussen hin kommunizieren, nachdem sogar eigene Führungsspieler (Kevin Love) den Plan des Teams öffentlich in Frage gestellt hatten ("I hope we have a plan").

Höhepunkt des völlig misslungenen Versuchs, die chronische Erfolgslosigkeit der Mannschaft (61-185 W-L) seit dem Weggang von Franchise-Legende Kevin Garnett zu rechtfertigen, war der Slogan: "Werden wir in diesem Jahr um die Meisterschaft mitspielen ? Wahrscheinlich nicht."

Okay. So wissen wir jetzt wenigstens, dass wir ruhigen Gewissens die Timberwolves aus künftigen Diskussionen um den kommenden NBA-Champion 2011 heraus halten können...