27 August 2010




Die Basketball-WM startet heute in der Türkei. Insgesamt 24 Mannschaften werden dort in den nächsten 2 Wochen den Weltmeistertitel unter sich austragen. Kaum ein Team wird dabei in personeller Bestbesetzung antreten, die absoluten Topstars der jeweiligen Nationen fehlen durch die Bank weg. Diese Entwicklung ist zwar bedauerlich, unterstreicht aber den gesunkenen Stellenwert der Weltmeisterschaft gegenüber den Olympischen Spielen.

Dennoch, oder gerade deshalb, steht uns aber ein aufregendes und ausgeglichenes Basketball-Turnier bevor, dass hauptsächlich von der Spannung leben wird. Die Weltspitze ist näher zusammen gerückt. Nicht weniger als 6 Mannschaften können sich berechtigte Hoffnungen auf den Pott machen. Dazu zählen neben dem Titelverteidiger Spanien traditionell die Griechen sowie das in den FIBA-Rankings an Nummer 1 geführte Team, Argentinien. Die USA und der letzte EM-Halbfinalist Serbien haben ebenfalls gute Chancen. Zuguterletzt muss man auch die Türken als Basketball-Nation und WM-Gastgeber in den engeren Favoritenkreis mit einbeziehen.

Die 24 Teams sind in 4 Gruppen aufgeteilt. Nach der Vorrunde (28.8. - 2.9.) scheiden je 2 Teams aus. Die übrigen 16 absolvieren dann die Endrunde im K.O.-System (4.9. - 12.9.)

Gruppe A: Argentinien, Serbien, Australien, Deutschland, Jordanien, Angola
Gruppe B: USA, Brasilien, Slowenien, Kroatien, Iran, Tunesien
Gruppe C: Griechenland, Türkei, Puerto Rico, Russland, China, Elfenbeinküste
Gruppe D: Spanien, Litauen, Frankreich, Kanada, Neuseeland, Libanon

Ausgewählte Gourmet-Duelle der Vorrunde:

(28. Aug) Frankreich-Spanien
(29. Aug) Serbien-Deutschland, Türkei-Russland
(30. Aug) USA-Brasilien
(31. Aug) Griechenland-Türkei
(01. Sep) Russland-China
(02. Sep) Argentinien-Serbien, Griechenland-Russland

Obwohl die wirklich grossen Namen der WM aus persönlichen (Familie/Spielpause), gesundheitlichen (Verletzung/Reha) oder teampolitischen Gründen (Sperre/Versicherung) fern bleiben, fehlt es dennoch nicht an Starpower. Spieler wie Kevin Durant, Luis Scola, Marc Gasol, Hedo Turkoglu, Boris Diaw, Juan Carlos Navarro oder Goran Dragic stehen für NBA-Qualität. Newcomer wie Nic Batum, Ricky Rubio, Tiago Splitter, Patty Mills, Elias Harris oder Timofei Mozgov werden versuchen, sich ins Rampenlicht zu spielen und dem Turnier ihren individuellen Stempel aufzudrücken, so wie einst ein Dirk Nowitzki (2002), Pau Gasol (2006) oder Drazen Petrovic (1986).