30 Juni 2010


Jamaal Magloire, in der letzten Saison noch NBA-Profi bei den Miami Heat, machte diesen Monat ausserhalb des NBA-Parketts auf sich aufmerksam. Der ehemalige All-Star, der in Toronto aufwuchs und immer noch seine Off-Seasons in der kanadischen Metropole verbringt, hörte in den Lokalnachrichten von dem Mord an Lucita Charles, einer Frau aus Toronto, die einen 7-jährigen Jungen mit schwerer Zerebralparese zurück liess. Magloire beschloss instinktiv, etwas zu tun.

Er errichtete einen Treuhandfonds, rekrutierte Bekannte und Bedienstete aus dem Finanzsektor der Stadt und sammelte so schon nach wenigen Tagen einen beträchtlichen Geldbetrag. Davon wurde zum einen die Beerdigung von Lucita Charles finanziert - zu der Magloire kein Bekanntheits- oder Verwandschaftsverhältnis hatte. Zum anderen soll mit dem Geld in Zukunft jegliche notwendige Arztbehandlung oder Therapie für den schwer erkrankten Jungen gestemmt werden.

Magloire, der zunächst sauer darüber war, dass seine selbstlose Aktion überhaupt an die Öffentlichkeit gedrungen war, sieht sich als Vorbild in der Gemeinde: "Ich wollte jungen Leuten so zeigen, dass jeder die Möglichkeit hat, Gutes zu tun. Man kann sich gegenseitig helfen, dafür bedarf es gar nicht viel. Ich will damit auch ein Botschafter für die Stadt Toronto sein. Jeder kann einen Unterschied ausmachen und mit gutem Beispiel voran gehen."

Magloire's Halbbruder war 2001, ebenfalls in Toronto, ermordet worden.