29 Juni 2010



Die Entscheidung im Vabanque-Spiel um die Dienste von Lebron James, dem kollosalsten Free Agent in der Geschichte des Universums, ist endlich gefallen. Viele Teams buhlten um die Dienste des selbsternannten 'Königs'. Nun weiss die Welt endlich Bescheid, und das zum Glück schon vor dem offiziellen Start der Free Agent Periode. Teams dürfen ab dem 1. Juli offiziell Verhandlungen mit freien Spielern aufnehmen, ab 8. Juli können dann schriftliche Verträge abgeschlossen werden. James wird in der kommenden Saison für gleich sechs Mannschaften an den Start gehen und 492 Spiele absolvieren - was angesichts seiner Superkräfte jedoch kein Problem sein wird.

Zunächst schlugen die New York Knicks in bester Wild-West-Manier auf dem FA-Markt zu. Stephen A. Smith, der allwissende US-Journalist, der in etwa genauso glaubwürdig rüber kommt wie die Bild-Zeitung, berichtete als Erstes von Lebrons Unterschrift im Big Apple.

"From what my sources tell me, he's higher on New York now [...]," Stephen A. Smith told ESPN Radio on Friday. "And the reality is that he is leaning more towards New York than he is towards returning to Cleveland." [...] Smith added that the sources said James' advisers have been asking "very in-depth questions" about the Knicks organization and that the superstar may not sign with Chicago because he doesn't want to compete with Michael Jordan's legacy.

Die Dallas Mavericks wollten dem Ganzen in nichts nachstehen und orchestrierten, quasi in der Nacht und aus dem Nichts, ein Sign & Trade mit Cleveland. Alle deutschen Blätter und Agenturen - auch solche, die absolut nichts mit NBA-Basketball zu tun haben - berichteten von der extrem ausgebufften Mavs-Aktion. Das wird dann schon so stimmen.

Okay, New York und Dallas waren also geritzt. Als nächstes heuerte Lebron dann bei den Chicago Bulls an. Die offizielle Bestätigung liessen nicht lange auf sich warten, denn ein Kolumnist der New York Post war zur Stelle:

The executive, who did not want to be identified discussing a player who is not yet a free agent, said he had gathered from discussions with his fellow N.B.A. executives that James was strongly leaning toward joining the Bulls in tandem with another free agent, Chris Bosh(notes) of the Toronto Raptors. "It's a done deal," the executive said.

Damit nicht genug. Lebron setzte seine Unterschriften-Tour fort, diesmal in Richtung South Beach, Florida. Und auch diesmal war Stephen A. Smith wieder der Überbringer der glücklichen Nachricht für Basketballfans weit und breit. Nachdem Smith's Knickerbockers-Voraussage 10 Tage zuvor bereits gestimmt hatte, behielt er auch diesmal recht: Lebron wurde ein Miami Heat !


Auch Maverick Carter, Lebrons Arschabwischer aus High School Tagen und mittlerweile 'Berater' seiner königlichen Hohheit, hatte Gutes zu vermelden, denn James verlängerte in Cleveland seinen Vertrag. Das trifft sich sehr gut, denn so kann Lebrons Posse in Cleveland weiterhin einen auf Yuppie, dicke Hose und 'Möchtegern VIPs' machen und sich im Schatten des Königs sonnen - in echten (Gross)Städten gibt man auf diesen Kasperle-Verein nämlich einen feuchten Kehricht.

Zuguterletzt wollte dann aber auch Jay-Z, Lebrons Super-Homie, noch was von seinem Freund abhaben. Also organisierte er mit seinem reichen russischen Freund Mikhail P. einen gemütlichen Abend für Drei. Sie verwöhnten Lebron von oben bis unten, machten ihn betrunken, und am nächsten Morgen war die Unterschrift unter einem Mehrjahresvertrag bei den New Jersey Nets bereits getrocknet.

Lebron James, meine Damen und Herren: der wichtigste Free Agent/Basketballspieler aller Zeiten. Und ab Donnerstag endlich auch ganz offiziell ein New Miamiland Knickerbullmav...


(mit freundlicher Genehmigung BDL)